Internationaler Museumstag
Manchmal genügt ein Schritt durch die Tür eines Museums, um der Zeit eine neue Tiefe zu verleihen. Fossilien zeugen von Leben vor Millionen von Jahren, funkelnde Edelsteine von geologischen Prozessen, die unseren Planeten formten. Genau dieses Gefühl der Verbindung würdigt der Internationale Museumstag, der 1977 vom Internationalen Museumsrat ins Leben gerufen wurde.
Im Natural History Museum in London entfalten sich solche Momente besonders eindrucksvoll. Das 1881 eröffnete Gebäude im Stil der neugotischen Romanik greift Formen aus der Natur auf, während vier farblich gekennzeichnete Bereiche die Ausstellungen strukturieren. Heute bewahrt das Museum mehr als 80 Millionen Objekte aus den Bereichen Botanik, Zoologie, Mineralogie und Paläontologie. Zu den bekanntesten Exponaten zählen die Dinosauriergalerie und das frei schwebende Blauwal-Skelett „Hope“ in der Hintze Hall.
Auch in Deutschland ziehen Naturkundemuseen viele Besucher an, allen voran das Museum für Naturkunde Berlin, das als das meistbesuchte Museum seiner Art im Land gilt. Wer ein Museum betritt, tritt immer auch in einen Dialog mit der Geschichte.