Tag der gefährdeten Arten
Ein ausgewachsener Pottwal kann pro Tag bis zu zwei Tonnen Nahrung aufnehmen – vor allem Tintenfische aus der Tiefsee.
Der Pottwal ist ein Gigant der Tiefe und ein wahrer Meister der Extreme. Er zeigt eindrucksvoll, wozu Anpassung fähig ist. Anlässlich des Tags der gefährdeten Arten rückt ein Lebewesen in den Fokus, das zu den beeindruckendsten Tieren unseres Planeten gehört.
Mit dem größten jemals gemessenen Gehirn im Tierreich – bis zu neun Kilogramm und damit rund fünfmal so schwer wie das menschliche – setzt der Pottwal einen Rekord. Sein massiger Kopf, etwa ein Drittel der Körperlänge, enthält das berühmte Spermaceti‑Öl, das früher industriell genutzt wurde. Pottwale tauchen auf über 900 Meter Tiefe und bleiben bis zu 90 Minuten unter Wasser. Dabei orientieren sie sich mithilfe von Echoortung; ihre Klicklaute können eine Lautstärke von rund 230 Dezibel erreichen und zählen zu den stärksten im Tierreich.
Einst intensiv bejagt, stehen Pottwale heute vor neuen Herausforderungen wie Lärmverschmutzung, Plastik und Schiffskollisionen. Ihr Schicksal spiegelt ein größeres Bild wider: Dieser Tag erinnert daran, dass weltweit über eine Million Tier‑ und Pflanzenarten als gefährdet gelten.